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Freitag, 19. März 2010

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Symbolträchtiges Kunstwerk-Guckloch in der Theresianummauer wurde zugemauert

31.12.2009 10:01

 

Symbolträchtiges Kunstwerk-Guckloch in der Theresianummauer wurde zugemauert

Auch ein Loch ist ein Kunstwerk und erhitzt daher die Gemüter, vor allem wenn es nicht mehr da ist.

Es hatte so schön begonnen. Im Rahmen der künstlerischen Gestaltung der Theresianummauer in der Argentinierstraße war ein ovales Guckloch mit Blick auf den dahinterliegenden Park als Kunstwerk eingereicht und genehmigt worden.

Inwieweit die Vereinbarung das ovale Loch in der Mauer mit dem Plexiglas wie ein Bullauge gestaltet, zeitlich begrenzt bewilligt oder als dauerhafte Installation angesehen werden konnte, lässt sich leider nach den 3 Jahren nicht mehr genau sagen. 

http://www.koer.or.at/cgi-bin/page.pl?id=31;lang=de 

Was aber im Vorfeld, vor der übereilten Zumauerungsaktion durch die Theresianum-Leitung passiert, besser gesagt nicht passiert ist, ist ein Musterbeispiel missglückter Nicht-Kommunikation, die in letzter Konsequenz ein Kunstwerk zerstört hat. 

Was den KünstlerInnen sauer aufstößt, und das können wir Grüne verstehen, ist dass sie sich in ein Bezirksparteien-Hickhack hineingezogen fühlen. Wir Grüne und ich als deren Sprecherin konnten der AgendaGruppe am Elisabethplatz persönlich und hoffentlich auch glaubwürdig darlegen, dass die Teilöffnung des Theresianum-Parks seit vielen Jahren ein Anliegen mehrerer Fraktionen im Bezirksparlament ist. Vor 30 Jahren waren noch ALLE dafür, seit 15 Jahren betreiben es die SPÖ und die Grünen mehr oder minder intensiv. <s>Vor</s> <s>3</s> <s>Jahren</s> Im Juni 2007 gab es wieder ein gemeinsames Aufleben des Projekts, und die Grünen, haben auch als Protest zu dieser dahin dümpelnden Forderung, die ja immerhin von nicht geringerem als einem mehrheitlichen Bezirksbeschluss untermauert ist, eine Unterschriftenaktion gestartet. 

Die Theresianum-Leitung hatte nun sehr unglücklich – oder absichtlich - das Guckloch in der Mauer mit Forderung der Grünen nach Teilöffnung des Theresianumparks verquickt. Dies wurde uns gegenüber aber niemals offen ausgesprochen, was wir sehr bedauern, denn dann hätten wir das als Missverständnis aufklären können. 

Nachträglich gibt es nun Erklärungsversuche, dass es z. B. nur eine temporäre Genehmigung des Mauerlochs gegeben hätte, andere sprechen davon, dass dieses Loch Begehrlichkeiten auf den Park geweckt hätte, die mit dieser „Straf-Aktion“ nun unterbunden werden musste.

Es ist erschütternd, dass ein Kunstobjekt, sei es noch so symbolhaft, die Leitung des Theresianums zu einer derartig radikalen Maßnahme veranlasst hat. Alle diejenigen, die von dieser Aktion offiziell informiert waren, können hier nur der Untätigkeit geziehen werden, denn es kann nicht sein, dass ein Kunstwerk, nur weil es unbequem ist – oder geworden ist, einfach geschliffen wird.

Wir Grüne haben jedenfalls eine Aussprache zwischen KünstlerInnengruppe und Kuratorium des Theresianums angeregt, denn es ist sicherlich sinnvoll in Zukunft offen zu kommunizieren und betreffend der künstlerischen Bespielung der Mauer möglichst eine schriftliche Vereinbarung zwischen den Beteiligten zu treffen.

 

 



 

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