Straße wird Platz für Kinder

Am 15. September war die Phorusgasse für ein paar Stunden genau das, was sie in Zukunft dauerhaft sein soll: ein sicherer, lebendiger Platz für Kinder.
Gemeinsam mit vielen Kindern, Eltern und Anrainer*innen haben wir bei strahlendem Sonnenschein gefeiert, dass der Bereich vor der Volksschule Phorusgasse künftig dauerhaft autofrei werden soll. Es gab kostenloses Eis, ein Kasperltheater und einen Radparcours, auf dem die Kinder spielerisch sicheres Radfahren üben konnten.
Vor allem aber konnte man an diesem Nachmittag schon spüren, wie sehr sich dieser Ort verändern kann, wenn nicht Autos, sondern Kinder im Mittelpunkt stehen.
Mehr Sicherheit – und endlich mehr Platz
Bisher wurde die Straße vor der Schule nur zu bestimmten Zeiten gesperrt. Das sorgt zwar zu Schulbeginn und Schulende für mehr Sicherheit, lässt aber eine große Chance ungenutzt.
Mit der geplanten dauerhaften Sackgassenlösung können auch die parkenden Autos unmittelbar vor der Schule entfernt werden. Dadurch entsteht etwas, das für eine innerstädtische Ganztagsvolksschule besonders wertvoll ist: zusätzlicher Freiraum.
Ein Platz, auf dem Kinder auch während des Schultages kurz an die frische Luft gehen können. Ein Platz zum Bewegen, Spielen und Durchatmen. Und vielleicht künftig auch ein Ort, an dem einmal eine Unterrichtsstunde im Freien stattfinden kann.
Aus einer Verkehrsfläche wird damit Schritt für Schritt ein Platz für Kinder.
Wie soll dieser neue Platz aussehen?
Beim Fest haben wir deshalb nicht nur gefeiert, sondern auch gefragt: Was soll hier künftig passieren? Was wünschen sich die Kinder? Was wünschen sich Eltern und Menschen aus dem Grätzl?
Denn wenn neuer öffentlicher Raum entsteht, soll er auch so gestaltet werden, dass er tatsächlich gerne genutzt wird.
Die Ideen reichen von zusätzlichen Sitzmöglichkeiten über Spiel- und Bewegungsangebote bis hin zu mehr Grün. Diese Vorschläge wollen wir in die weitere Diskussion einbringen.
Der nächste Schritt muss jetzt rasch kommen
Der entscheidende politische Schritt ist geschafft. Jetzt darf es aber nicht bei der Ankündigung bleiben.
Wir werden deshalb weiter darauf drängen, dass die dauerhafte Sperre mit Pollern möglichst rasch umgesetzt wird. Denn jeder Monat, in dem die Fläche weiterhin von Autos genutzt wird, ist ein Monat, in dem dieser Platz den Kindern fehlt.
Das Fest am 15. September hat gezeigt, wie die Phorusgasse in Zukunft aussehen kann: lebendig, sicher und voller Kinder.
Genau dafür setzen wir uns weiter ein.