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am 8. Jänner

Bewegung in Sachen Schulvorplatz Waltergasse – oder ein Beispiel, warum es die Grünen braucht!

Julia Malle - Grüne Wieden kämpften zwei Jahre für kinderfreundlichen Schulvorplatz in der Waltergasse - Bezirksvorstehung wurde auf Druck endlich aktiv

Gleich zwei Schulen des 4. Bezirks sind in der Waltergasse angesiedelt, einem 100m langen Einbahn-Straßenstück zwischen Graf Starhemberg- und Schaumburgergasse. Täglich nutzen ca. 800 Kinder diesen möglichen Bewegungsraum. Die dortige Volksschule wird seit zwei Jahren umgebaut, die Straße ist für den Verkehr und für das Parken gesperrt. Diesbezüglich ist den Grünen Wieden keine einzige Beschwerde bekannt, es klappt bereits seit langem ohne parkende Autos in diesem Bereich. Eine ideale Gelegenheit, die Baustelle um eine sinnvolle Maßnahme zu erweitern: die kinderfreundliche Neugestaltung des Schulvorplatzes, die bei der Planung zur „Waltergasse neu“ scheinbar niemand mitbedacht hatte.

Wir Grünen orteten das Versäumnis und wurden aktiv. Es folgten – im Sinne der Mitbestimmung - viele gute Gespräche mit den beteiligten Schulen, mit dem Elternverein etc. Nach diversen Diskussionen schlugen wir vor, den Platz den Schüler_innen bzw. der Bevölkerung zu widmen, sei es durch Baumpflanzungen, Fassadenbegrünung der Schulmauer, Tische oder Plätze zum Spielen für die ohnehin nicht mit vielen Freiräumen gesegneten Kinder. Tatsächlich haben unsere Überlegungen zu einem Antrag der SPÖ in der letzten Bezirksvertretungssitzung geführt. Eine Umgestaltung der Waltergasse könnte nun tatsächlich mehr soziale Freiräume bringen. Mehr Bäume und damit mehr Schatten wären ein zusätzlicher Gewinn im Kampf gegen den Klimawandel. Es liegt nun an den Expert_innen weitere Ideen auszuarbeiten und zu präsentieren.


Ein kleiner Wermutstropfen – Parkplätze sind anderen Parteien wichtiger als Kinder


Zwar sind wir auf der einen Seite sehr froh, dass auf Grund unserer Initiative endlich eine Neugestaltung des Schulvorplatzes in Angriff genommen wird. Ohne grünen Druck gäbe es das schlicht und einfach nicht! Ein kleiner Seitenhieb sei aber erlaubt: Der Slogan der SPÖ „kinderfreundliche Wieden“ gilt scheinbar nicht mehr, wenn es um Parkplätze geht. Denn: Unseres Erachtens sollte der Straßenraum zwischen den beiden Schulen ohne parkende Autos geplant werden. Wenn außerhalb der Schulöffnungszeiten in der Waltergasse geparkt werden kann, ist die Gestaltungsmöglichkeit der Fläche eingeschränkt. Weil die Schule zur Ganztagsschule wird, ist es äußert wichtig, einen zusätzlichen Bewegungsraum zum Schulhof für die Schüler_innen zu schaffen. Da die Parks im Bezirk unter einem hohen Nutzungsdruck leiden, wäre es naheliegend, zusätzliche Räume zu schaffen, die den Jugendlichen auch außerhalb der Schulöffnungszeiten zur Verfügung stehen.

Daher stellten wir Grünen einen Abänderungsantrag, die Waltergasse dauerhaft für den Verkehr zu sperren. Auf die parkenden Autos wollen aber alle andere Fraktionen keinesfalls verzichten. Im Kampf gegen den Klimawandel und für eine kinderfreundliche Wieden sind wir Grünen natürlich für die Umgestaltung der Waltergasse, aber auch als einzige Partei gegen halbherzige Lösungen. In diesem Sinne:#esbrauchtgruen​