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am 25. November

Öffentlichen Durchgang durch den Schwarzenberggarten

Manfred Itzinger - In der Septembersitzung der Bezirksvertretung stellten die Grünen den Antrag auf einen öffentlichen Durchgang durch den Schwarzenberggarten. Die Aufregung war groß. Ähnlich wie beim öffentlichen Durchgang zwischen Favoritenstraße und ORF-Funkhaus wurde von Seiten der Konservativen die Enteignung von Privatvermögen heraufbeschworen und uns Grünen linke Ideologie unterstellt.

Vorgeschichte


Im Jahr 2009 wurde für ein Hotelprojekt eine Änderung des Flächenwidmungsplan beschlossen, die eine große Aufwertung der Liegenschaft bedeutete. Damals hat die Stiftung Schwarzenberg die Öffnung des englischen Landschaftsgartens in Aussicht gestellt. Heute ist davon keine Rede mehr.

Durchwegung


Laut Fachkonzept „Öffentlicher Raum“ soll nach ca. 150 Meter Blocklänge auch auf privatem Grund Durchgänge vorgesehen werden. Der Schwarzenberggarten bildet hier über eine lange Strecke (von Schwarzenbergplatz bis zum Gürtel, das ist die gesamte „Länge“ das 4. Bezirks) eine Barriere. Ein öffentlicher Durchgang durch den englischen Landschaftsgarten und in weiterer Folge durch das Belvedere und den Botanischen Gartens wäre eine wichtige Fußwegverbindung zwischen 3. und 4. Bezirk. Der Antrag auf Durchwegung wurde mehrheitlich angenommen.

Laut Fachkonzept „Öffentlicher Raum“ ist es erforderlich, um die feinmaschige Durchwegung von Stadtvierteln sicherzustellen (empfohlen sind im Handbuch Gender Mainstreaming maximal 150 Meter Blocklänge), auch auf privatem Grund Durchgänge vorzusehen, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Diese sind als öffentliche Durchgänge bzw. Fußwege im Bebauungsplan auszuweisen. (siehe Seite 20)