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am 5. September

Garteln auf der Wieden: Es wird ...

Barbara Neuroth - Sechs Jahre nach der ersten Grünen Initiative entsteht nun auch am Sankt Elisabethplatz ein Gemeinschaftsgarten.

Barbara Neuroth & Rüdiger Maresch im Karlsgarten

2011 haben die Grünen die erste Initiative gesetzt. Mögliche Nachbarschaftsgärten wurden im Umweltausschuss diskutiert - wir versuchten bei den Pionierinnen beim Garteln in der Stadt dabei zu sein. So einfach ging es dann doch nicht, zu wenig Wissen und zu viel  Skepsis herrschte bei den Behörden vor.

Die ursprünglich ideale Standortidee am St. Elisabeth Platz wurde 6 Jahre lang abgelehnt. Nun aber sind Dank Pfarrer Gump, der tatkräftigen Mithilfe von Herrn Berger von der MA 42 und der Lokalen Agenda Wieden zwei Hochbeete neben der St. Elisabeth Kirche in Probebetrieb gegangen. Möge die Sonne glücklich auf die GärtnerInnen und Beete scheinen und allen reiche Ernte bescheren.

Video auf facebook​ 
 
Inzwischen gibt es ja mehrere Garteninitiativen im 4. Bezirk, hier ein

Überblick

Karlsgarten

Der größte, der Karlsgarten ist seit 3 Jahren in Betrieb. Stadträtin Sima unterstützte das Projekt neben der Kunsthalle auf einer bis dahin ungenutzten Wiese. Dahinter steckt der Verein Karlsgarten, der das Areal als Schau- und Forschungsgarten betreibt. Neben Bienenvolk und Schneckenzucht dienen die unterschiedlichen Beete und das Umfeld im dichten Verkehr des Karlsplatzes auch als urbanes Forschungsgebiet. Eines der Ergebnisse war, dass das verkehrsreiche Umfeld keinen nennenswerten Einfluß auf die Qualität der Ernteerträge hat.

Karlsgarten auf facebook

Agendagruppe Junges Gemüse

Der erste namhafte Gemeinschaftsgarten im 4. Bezirk wuchs die letzten beiden Jahre auf der Terrasse des SeniorInnenwohnheims Haus Wieden in der Phorusgasse. Dort hat die Lokale Agenda Wieden einige pflanzfreudige WiednerInnen zur Agendagruppe  „Junges Gemüse“ organisiert. Gemeinsam mit BewohnerInnen des Haus Wieden wurde in 12 Hochbeeten seit 2015 gepflanzt, geerntet, Ideen ausgetauscht und Freundschaften geschlossen. Wegen umfangreicher Bauarbeiten im Haus Wieden wurden die Hochbeete jetzt auf die viel größere Dachterrasse verlegt, viel Schatten wich viel Sonne, aber bei reichlicher Wasserversorgung ist das für das Pflanzenwachstum und die zukünftige Ernte nur förderlich!

Junges Gemüse auf der Agenda Wieden Seite

Grätzeloase und Sitzmulde wieder auf der Wieden

In der sonst grauen und baumlosen Schwindgasse steht jetzt die zu einer Sitzbank und einem gigantischen Pflanztrog umgebaute gelbe Sitzmulde. Dieses Stück Grün vor dem Haus Nr. 14  lädt zum Verweilen ein, erfreut die BewohnerInnen, die zufällig vorbeiflanierenden Menschen sowie die Mitglieder des Hrvatski Centar. Die Grätzeloase​ ist eine Initiative der Lokalen Agenda 21 Wien.

Garteln im Gemeindebau

Auf Eigeninitiative und mit Wissen und Erlaubnis von Wiener Wohnen bauten die BewohnerInnen in der Heumühlgasse 4 Hochbeetkisten. Doch wenn der liebe Nachbar nicht will .... es gab "Brösel" und die Hochbeete waren trotz besten Gedeihens kurz vor der Entfernung. Die beherzten GärtnerInnen machten Wirbel und Nachbar und Wiener Wohnen lenkten ein. Die Beete stehen noch immer und erfreuen die BewohnerInnen in der Heumühlgasse.

Artikel auf heute.at
 
Das Potential in den weitläufigen Innenhöfen in den Gemeindebauten ist groß,  der Kommunikationsbedarf auch.  Nun ist es geglückt auch interessierte BewohnerInnen im Gemeindebau am Mozartplatz die bürokratischen Hürden überwinden zu lassen, und es gibt eine neue Pflanzinitiative auf der Terrasse.

Artikel auf der Agenda Wieden Seite

Kinderbeete im Park am Brahmsplatz

Auf Initiative des Waldorf-Kindergartens in der Tilgnerstraße, die den Park am Brahmsplatz intensiv nutzen, wurde die Bitte an mich herangetragen, Möglichkeiten zum Gärntern für die Kinder zu schaffen. Mit den Hochbeetkisten der Lokalen Agenda Wieden und der Unterstützung der Gärtner_innen der MA 42 wurden 4 Hochbeete im Randbereich des Brahmsplatzes aufgestellt. Weil das Garteln für Kinder eine wertvolle Erfahrung ist, hat sich auch der Kindergarten im Amtshaus dieser Initiative angeschlossen. Die anfängliche Skepsis, dass die Blumen gerupft oder die Beete abgeerntet werden könnten, ist der positiven Erfahrung einer Gartensaison gewichen. Das Grün ist unversehrt und die Kinder glücklich!

Wie soll’s weitergehen mit urban gardening im 4. Bezirk?

Arbeiterkammer-Park

Bereits vor längerer Zeit haben wir Grüne in der Arbeiterkammer um eine Platz für Hochbeete angefragt. Der Vorteil des AK Parks: er ist eingezäunt und hundefrei, deshalb könnten die Hochbeete, die in der östlichen Ecke, beim Eingang zum AK Kindergarten geplant sind, mühelos umgesetzt werden. Lieber Herr Direktor Klein, geben Sie doch bitte grünes Licht für diese Fläche!

Wirtschaftskammer-Park

Aber auch die Wirtschaftskammer Österreich, als weitere große Trägerorganisation im 4. Bezirk hätte eine vormals öffentliche Fläche, die im wahrsten Sinne des Wortes brach liegt, da sie nicht einmal von den Mitarbeiter_innen genutzt wird.... https://wieden.gruene.at/themen/oeffentlicher-raum/wirtschaftskammerpark-oeffnen
Es bleibt uns leider nicht viel mehr, als die WKO immer wieder daran zu erinnern, dass der Park in der Vergangenheit öffentlich zugänglich war, quasi als „Entschädigung“ für die Errichtung des Büroturms (vormals Semperit, dann WKÖ). Mit der Möglichkeit im Park zu garteln, würde die Grünfläche sinnvoll und nachhaltig genützt und wieder „sanft geöffnet“. Wir hoffen, dass es bald zu einem Einlenken der WKO kommen wird!