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am 27. Juli

Endgültiges Aus für das Sperlhaus

Manfred Itzinger - Für den illegalen Abriss des Biedermeierhauses in der Karolinengase im 4. Bezirk setzte die Behörde eine Strafe von € 23.200 fest, Viel zu billig kommt die neue Besitzerin, die Chez-Karoline GmbH für einen nicht genehmigten weiteren Abriss Anfang des Jahres davon.

Rechtswidrige Fortsetzung des Abbruchs

Wir Grüne hatten im Juli 2018 gegen den Abriss des Gebäudes protestiert und erreicht, dass die Baupolizei (MA 37) einen Abrissstopp verhängte. Trotzdemsetzte die Chez-Karoline GmbH den Abbruch im rasanten Tempo fort. Die Baubehörde stoppte schließlich die bereits weit fortgeschrittenen Arbeiten und stellte Strafantrag. Der rasante Abbruch schaffte jedoch, wie jetzt feststeht vollendete Tatsachen.

Die verbliebenen Reste nicht mehr erhaltenswert

Da nach den Abbrucharbeiten Anfang des Jahres nur mehr wenig Substanz des Gebäudes vorhanden war, entschied die Behörde, dass der Rest nicht mehr erhaltenswert war. Die Chez-Karoline GmbH hatte vollendete Tatsachen geschaffen.

€ 23.200 eine Lappalie

Medienberichten zufolge hat die Behörde eine Strafe von € 23.200 festgesetzt. Das zahlt die Firma aus der Portokassa. Dieser Betrag hat sicher keine abschreckende Wirkung für Investoren und ist geradezu eine Aufforderung, sich nicht an die Gesetze zu halten.

Gesetzesänderung erforderlich

Um in Zukunft solche Vorgehensweisen von Immobilienspekulanten zu verhindern, ist eine Verschärfung der Strafen erforderlich. Sie sollten annähernd an den Wert des Bauvolumens heranreichen. Dann wird sich jeder Investor eine rechtswidrige Vorgangsweise überlegen.

Das abgerissene Sperlhaus