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am 11. February

Sperlhaus: Entfernung von Bauschutt oder Abriss?

Manfred Itzinger - Leere Versprechungen

Am Mittwoch, 23. Jänner erreichte uns ein Mail des Vertreters des Bauherrn, in dem dieser uns Grünen folgendes mitteilte:

„Am vergangenen Freitag hat uns ein Schreiben der MA37 erreicht, in welchem befürwortet wurde, den auf der Baustelle befindlichen Bauschutt zu entfernen. Das Schreiben nimmt auch auf die ausdrückliche Unterstützung dieser Maßnahme durch die Bezirksvertretung Bezug. Deshalb werden wir heute Vormittag mit der Beseitigung des Bauschutts beginnen. Wir werden uns auch dieses Mal wieder bemühen, die Lärmbelästigung für die Anrainer den Gegebenheiten entsprechend erträglich zu halten.  
Zudem hat uns die MA37 ersucht, keine weiteren Teile abzureißen. Daran werden wir uns selbstverständlich halten und warten bezüglich weiterer Vorgangsweise auf entsprechende Vorgaben seitens der MA37.“

(Siehe Titel-Photo vom Sperlhaus vom 27. Jänner)


Weitere Teile wurden abgerissen




Dem Ersuchen der MA37 – Baupolizei ist man nicht nachgekommen.  Es wurde das Kellergewölbe zerstört, um dort einen Teil des Bauschutts unterzubringen. Die Überwachung der Baupolizei war nicht sehr erfolgreich. Vom Biedermeierhaus ist nicht mehr viel übrig. Soweit uns bekannt ist, wurde kein weiterer Baustopp verhängt und man ist dabei, den Bauschutt grob zu sortieren.

(Siehe Seiten-Foto vom 29. Jänner)

Strafen sind viel zu gering



Selbst eine Strafe von € 100.000, so wie sie vom Leiter der Baupolizei angekündigt wurde,  ist eine Kleinigkeit, die jeder Investor leicht verkraftet. Wenn im Neubau 20 Wohnungen neu gebaut werden, so verteuert sich jede Wohnung im Schnitt um € 5.000,-. Und die zahlt der Investor nicht aus seiner Tasche, sondern er wird sie an die Käufer_innen weiterverrechnen.


War das Biedermeierhaus erhaltungswürdig?



Die Entscheidung der MA19 – Architektur und Stadtgestaltung -über die Erhaltungswürdigkeit ist noch immer ausständig. Sollte die Behörde entscheiden, dass es erhaltungswürdig gewesen wäre, dann stehen lange Rechtsstreitigkeiten ins Haus. Der Eigentümer hat in der Zwischenzeit Tatschen geschaffen und den Abriss unter den Augen der Baupolizei fast schon erledigt. Für die Zukunft ist zu überlegen, durch welche Maßnahmen ein solches Vorgehen von Investoren zu verhindern ist.​

Foto vom eh. Sperlhaus am 29. Jänner